3. Wolgaster Querfeldein - 25.09.2011

Am 25.09.2011 machten sich die Verantwortlichen um Micha daran das 3. Querfeldein in und um die „Anlagen“ Wolgast zu starten. Im Vorfeld galt es die Strecke zu präparieren, also Rasen zu mähen, Wege frei zu schneiden und und und. Es wurde wieder der Sponsor Fahrrad KRUGGELl aktiviert, der schon in den Vorjahren ein willkommener Partner war. Er stellte technische Neuerungen der Fahrradindustrie aus und ließ auch mal Proberunden drehen. Das Catering wurde auch von ihm und seinem Team übernommen.
Nun war es also so weit, ich machte mich zu ca. 12 auf den Weg ins Peenestadion, wo die Anmeldung und der Start erfolgen sollten. Nach kurzer Anmeldung und der symbolischen Startgebühr von 5€, die die Kinder, Jugendlichen und Mumien äh Alten äh Senioren nicht zu zahlen brauchten, heftete ich mir meine Startnummer an die Brust und schaute noch den ersten Stramplern an der Strecke zu.
Unserem/ Meinem GELÄNDESPORT NORDOST Fotograf Anne wurden noch die Hot Spots der bevorstehenden Fahrradaction gezeigt. Dann war es gegen 15 Uhr soweit, die größte Klasse „Männer“ sollte an den Start gehen.
Zuvor noch ein zuerst großer aber dann kleiner werdender Schreck unser God-Father of Endurance Jan wurde in einer langen bergab Linkskombination Opfer seiner beschworenen Geister namens Fliehkräfte. So ging es über die Streckenbegrenzung hinaus auf einen Baumstumpf, der die wilde Fahrt abrupt stoppen sollte und für ordentlich Schädelbrummen, Schulter und Rippenschmerzen sorgen sollte. Nächstens mal dann für die Alten also doch die Kinderrunde :-).
Wir Motorradfahrer setzten uns fast geschlossen, damit wir unsere Trampelschwäche schon durch die äußere Erscheinung dokumentieren konnten unsere Motorradhelme auf. So konnte man zumindest sicherstellen, dass es wie gewohnt im Kopfbereich zu Überhitzung kommen wird :-).
Also Start, von Micha runtergezählt. Ich dachte mir das wirst du mal ganz vorsichtig angehen, keine Ahnung wie viel deiner bescheidenen Kondition, wie schnell aufgebraucht sein wird. Wie ich da aber noch so am grübeln bin, schaute mich auch schon ein sich erhebendes Hinterrad an, dem Dirk nicht mehr ausweichen konnte. Er knalle dem Verursacher in die Nierengegend und ich konnte gerade noch nach links ausweichen. Schnell versuchte ich an dem sich bildenden Pulk vorbei zu kommen und es ging weiter.
Wir fuhren aus dem Stadion raus und den ersten Anstieg zum einstigen Etablissement Wolgasts hinauf, dann eine lange flüssige, mit einem Sprung garnierte Gerade entlang. Am Ende der Anlagen hinunter zu „Neustadt“ um gleich wieder hinauf zu „Jans-Kurve“ zu strampeln. Hat man diese unbeschadet überstanden, konnte man noch 200m Kräfte sammeln um dann den fiesesten je in der Streckenführung eingebauten Berg zu erklimmen. Viele der Senioren sind schon abgestiegen und so sollte es auch bei den Männern sein. Ich habe mich mit brennenden Oberschenkeln eigentlich immer ganz gut hoch gequält. Freuden sind allerdings andere :-). In der vierten Runde überrundete ich noch Torsten, der extra aus Berlin angereist war und der, wie ich erst hinterher erfuhr der „Glückspilz“ war, der gleich zu Anfang mit seiner Pedale in die Erde eingerastet war und so die Knäuelbildung verursachte.
War man nun hier endlich hinauf gestrampelt, kam eine lange Abfahrt, auf deren Hälfte man noch über den Teppichsprung abstylen konnte, ich traute es mich nur nie. Nun wieder einen leichten aber langen, Kräfte raubenden Anstieg hinauf und man war wieder im Ziel und hatte ca. zwei Kilometer hinter sich.
Im Vorfeld wurde sich geeinigt, dass wir alle keine Profis sind und so auf den erdachten Profistreckenabschnitt verzichtet wird. Micha bestimmte dann, dass wir zur „Strafe“ sechs Runden zu fahren hätten. Ich tat also wie mir geheißen, wunderte mich aber nicht schlecht, dass einige eigentlich hinter mir geglaubte Kollegen schon an ihrem Wasser nippten und mir dann gesagt wurde, fünf Runden hätten auch gereicht. Leider haben unsere Zählfrauen nämlich nicht richtig zugehört und die ersten schon eine Runde zu früh abgewinkt. Im Nachhinein sollte ich für dieses Plus an Konditraining dankbar sein aber in dem Moment wollte mir das nicht recht gelingen.
Um also meinen Unmut vergessen zu machen, ging ich frohen Mutes zum Versorgungsstand und wollte mir ein Grundnahrungsmittel bestellen, was zu meiner Verwunderung aber unmöglich sein sollte. Also Jungs da müsst Ihr nächstes Mal nachbessern, Bier an einem so warmen Tag muss immer in ausreichendem Maß vorhanden sein :-).
Mit meinem Endergebnis war ich mehr als zufrieden als Zweiter der GELÄNDESPORT NORDOSTler hinter Micha und gesamt sechster hinter den „gesetzten“ HSGlern :-).
 
Es war wie immer eine kleine aber feine gelungene Veranstaltung. Danke an die Helfer um Micha, Jan, Jörg und Dirk.
 
Leider verfehlt wurde allerdings ein wenig der Zweck, für den sie einst ins Leben gerufen wurde. Liebe Mütter und Väter aus Wolgast und Umgebung, setzt im nächsten Jahr eure Sprösslinge vor die Tür, drückt ihnen ein Fahrrad in die Hand und schickt sie ins Peenestadion. Die nächsten Termine gibt es zu gegebener Zeit auf www.gelaende-nordost.de. So waren vielleicht ca. 10-15 Kinder und Jugendliche unter den Startenden, das ist einfach zu wenig….
 
 
 
PRESSEMELDUNG:
Favoritensiege beim „3. Wolgaster Querfeldein“

Bei bestem Spätsommerwetter trafen sich traditionell am letzten Sonntag im September etwa 50 Radsportler aller Altersklassen im Sportforum, um ihr Können abseits fester Wege unter Beweis zu stellen. Ausrichter war das „Team Geländesport-Nordost“ vom MC Wolgast. Deren Mannen waren zahlenmäßig stark vertreten, wollten sie doch beweisen, dass sie nicht nur motorisiert schnell unterwegs sind. Die betagten Sportgeräte und die puddinghaften Beine versuchten sie durch viel Mut und Erfahrung in rutschigen Kurven auszugleichen, indem sie ihre Räder auf den zahlreichen Abfahrten im Stadtwald einfach rollen ließen, anstatt zu bremsen. Dadurch konnte etwa Michael Kubik das Greifswalder Führungsduo in der Männerklasse ärgern, aber nicht ernsthaft gefährden. Er wurde Dritter. Auch Ralph Knop aus Wolgast konnte mit dieser Taktik punkten. Für ihn sprang ein hervorragender Platz 2 in der Altersklasse U55 heraus. Der „MotorradDoc“ Stefan Holz aus Lodmannshagen wurde gar Sieger seiner Altersklasse (U45). Letztes Jahr nur knapp unterlegen, konnte Enduro-Legende Jan Joachimstaler dieses Jahr eine Klasse aufsteigen, und rechnete sich entsprechende Chancen aus. Nach der unfreiwilligen Entnahme einer Bodenprobe musste er seine Ambitionen leider bereits in der ersten Runde aufgeben. Aber auch auf den hinteren Positionen ging es heiß her, die Kombattanten schenkten sich nichts und so wurde den Zuschauern einiges an Überholmanövern, Sprüngen, Ausrutschern und darauffolgenden Aufholjagden geboten. Ungefährdete Siege errangen weiterhin Erhard Hahn aus Wolgast (Ü65), Nils Wesemeyer (U55), Andreas Dunst (U35), Johannes Kutter (U19), Erik Anders(U15), Göran Ladewig(U13), Axel Borgwald (U11).