5. Wiesellauf - Flöha

Am 07. 08. 2012 machten sich die 5 Fahrer vom MC Wolgast (GELÄNDESPORT-NORDOST) auf den Weg ins Sachsenland, um in Flöha (ca. 14km von der Enduro Hochburg Zschopau entfernt) einen klassischen Enduro-Lauf zu bestreiten. Dass nicht nur Hobby Fahrer wie wir sich den Spaß gönnen wollten, sondern auch Deutsche Meister, DEM Fahrer, DEM Pokal Fahrer sowie EM-und WM Teilnehmer wie z.B. Marko Barthel und Ralf Scheidhauer, zeigte uns schon vor dem Rennen, dass es wohl nicht so leicht wird.

Nach der langen und regnerischen Anreise wurden wir in Flöha mit Sonne begrüßt, sodass wir alles aufbauen, die Sonderprüfung abgehen und dann den Grill anheizen konnten. Bei  Grillwurst und Bier fachsimpelten wir noch über die beste Spur, um so schnell wie möglich den Geländeparcours zu absolvieren, dass es  beim Rennen kaum einer hinbekam, ist eine andere Sache. Nach einer doch recht langen Nacht ging es morgens zur Anmeldung und zur technischen Abnahme. Das klappe bei uns natürlich reibungslos. Die Sonne meinte es an diesem Tag sehr gut und wollte sich wohl für die letzten Wochen, die es dort nur geregnet hat, entschuldigen und so wurden zur Fahrerbesprechung und bis zum Rennstart alle Schattenplätze belegt.

11Uhr Start! In Minutenabständen ging es los, wir die als ADMV Fahrer an den Start gingen durften als erstes beginnen. Und da wir fast alle von weit her kamen, konnten wir anders als die Wiesellauf-Fahrer zum Anfang jeder Runde gleich mal 5km mehr fahren, um die Landschaft rund um Flöha kennen zu lernen. (natürlich bei gleicher Zeit!)

Rene durfte als erstes los, gleich darauf Benny. Eine Minute später Olli(ich) und dann Stefan. Dirk, der als einziger nicht um ADMV- Meisterschaftspunkte kämpft, startete im Wiesellauf in der Klasse Sportfahrer Open über 400 ccm 4T (mit Fahrern wie Ralf Scheidhauer und Jens Bossdorf)  erst ca. 20 Minuten später.

Zum Anfang war alles schick, Singletrails wie Zuhause! Nur mit mehr Wurzeln und Steinen, dann kam es aber! Wassergräben und der nasse, schwere Lehmboden, in den sich richtig tiefe Spurrillen reinfuhren. Es wurde rutschig und es haben so einige Bodenproben nehmen müssen. Auch die Bäume, die zufällig auf unserer Spur, durch den Wald lagen, waren nicht gerade kräftesparend. Kurze Straßenstücken wurden sehr gerne angenommen, um die Reifen mal wieder frei zu bekommen, von der Modder. Am Ende jeder Runde ging es dann in die Sonderprüfung. Zuerst ein paar rutschige, kleine Auf- und Abfahrten hoch und runter, dann über die ersten Betonröhren, weiter ging es singletrailartig um ein paar Kurven bis zu den beiden großen Röhren (mit Umfahrung -aber nicht für ehrbare GSNO Fahrer) und dann über das extrem rutschige Reifenfeld, welches so manchen erfahrenen Enduristen zu Fall brachte. Weiter ging es wieder in den Wald bis zum „Treppen-Stehende-Reifen-Hindernis“, welches auch nicht ohne war. Aber man wusste jetzt ist die Sonderprüfung fast zu Ende.

Die erste Runde ist geschafft, zeitlich passte das bei uns allen recht gut, für die ersten 3 Runden gab es ein Zeitlimit von 70 Minuten, für die 4te und 5te nur noch 65 Minuten.

Zur zweiten Runde wog das Motorrad schon einiges mehr, als beim Start, umso schwerer wurde jedes aufheben aus dem Schlamm… Diese Runde lief im Grunde genauso ab, bis auf das die Spurrillen tiefer wurden. Zeitlich wurde es ein wenig knapper, aber alles noch im Rahmen.

Die 3. Runde wurde zur  ausschlaggebenden, Rene stürzte und demolierte sich seinen Kühler, so dass ein Weiterfahren nicht mehr drin war, der erste Ausfall für unser Team. Am Ende der dritten Runde waren allen schon die Strapazen anzusehen, vor allem Benny, der in der Sonderprüfung auf dem Reifenfeld schwer stürzte und die 4. Runde nicht mehr antreten konnte. So quälten sich nur noch 3 Geländesportler von der Küste. Die vierte Runde war für mich auch das Härteste, was ich in letzter Zeit beim Endurofahren erlebt habe, meine KTM und ich lagen schon ziemlich oft auf dem sächsischen Boden. Umso erleichterter war ich, als ich kurz vor der 4ten Sonderprüfung erfuhr, dass die fünfte Runde nicht mehr gefahren wird, aufgrund zu vieler Ausfälle (von 150 Startern waren 67 nicht in Wertung! Das sind knapp 45 %! Zeitlich waren Dirk und ich auch schon einiges drüber, Stefan schaffte die 65 Minuten und wurde zu Recht in der Klasse 3 ADMV E3 Sieger, Zweiter wurde ich.(Meine Fahrzeit betrug am Ende genau 4Stunden bei 90 gefahrenen  Kilometern!) Dirk erreicht einen guten 5. Platz in der Sportfahrer Klasse 4 Takt Open.

 

Alles im allem war es nicht das schönste Rennen,aber eines der anstrengendsten! Und Spaß hat es irgendwie auch gemacht, Enduro ist halt eine Quälerei, genau das macht es aus!

 

Gruß Olli #609

 

Bilder unter:

Flöha Wiesellauf 2012 (Bilder by nütztdochnüscht)

 

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