IX. MELZ EXDRÄHM ... wie immer ein Endurotraum in Stein gemeißelt!

Da Daniel und ich erst am Abend kurz vor Einbruch der Dunkelheit in Meltewitz eintrafen, war an eine Streckenbegehung im Dornreichenbacher Steinbruch leider nicht mehr zu denken. Durch meine zahlreichen Teilnahmen an diesem kleinen aber feinen Extrem-Enduro kannte ich allerdings das Gelände bereits recht gut.

Die Bilder, die Frank, Patti und Amadeus bei der schweißtreibenden Umrundung der 10 km langen Strecke schossen, halfen mir deshalb auch sehr gut, einen Eindruck von den bevorstehenden Anforderungen zu bekommen - und von denen gab's wahrlich nicht zu wenige, denn gegenüber dem letzten Jahr wurde (wie man es von den dortigen Streckenbauern kennt) mal wieder etwas "nachgewürzt". :o)


Beim Klick auf's Bild gibt's mehr auf der Facebookseite des SHC-Meltewitz.

Ergebnisse

Patti schaffte es mit zwei absolvierten Runden in den vorgegebenen 3h auf einen 15 Platz in der Expertklasse, ich landete in gleicher Klasse auf Platz 26 und Frank, der in der Sportfahrerklasse startete, muss im nächsten Jahr nochmal hin, um sein Vorhaben, die Runde einmal komplett zu bezwingen, Wirklichkeit werden zu lassen. :o)

Aber lest selbst - er hat seine Eindrücke in geschriebenes Wort gefasst:

 

Es war wieder ein Fest!!!........MELZEXDRÄHM 2017

Und wieder ist ein Highlight für dieses Jahr Geschichte - die Veranstaltung des Jahres für die Liebhaber des gepflegten Hobby-Extremenduros war wie immer der Knaller schlechthin! Ein grosses Dankeschön an die ausführenden Mitstreiter des SHC Meltewitz. Es war genau das Level, das einem alles abfordert, was diesen Sport ausmacht. Drei Stunden Dauerfeuer, Hindernisse, Auf- & Abfahrten und allerlei verrückte und verzwickte Herrausforderungen in einem Gelände, welches einem/meinem Idealwunschgelände so nahe kommt, wie kaum ein anderes! Einfach nur geil!

Genug des Lobes, noch ein kurzer Bericht:

Da Dirk und Daniel noch eine andere Veranstaltung (Mansfelder Land) absolvierten, machte ich mich am Samstag vor dem Rennen allein auf die Reise ins gelobte Enduroeldorado. Das Wetter war herrlich, die Autobahn frei, ich trudelte dorten gegen 15:30 ein und wurde schon von Patti und Amadeus erwartet. Es galt ja, den ca 10 Kilometer langen Rundkurs zu Fuß zu erkunden und sich die Schlüsselstellen zu verinnerlichen. Nach drei Stunden strammen Fußmarsches war uns klar, das es sich hier nicht um ein, wie von einigen in diversen Foren benannten "lapidares Dreistunden-Enduro" handelt, sondern um das, was man sich unter einem machbaren Extrem-Event vorstellt. Klar, einige der Herausforderungen waren nur mit etwas Wahnsinn und a`bissl Glück machbar, aber so ist das halt. Wer sich hier anmeldet, sollte schon wissen, was er kann. Is' halt kein Waldspaziergang. Abends wurde dann in kleiner Runde ausgewertet, ein leckeres Abendbrot im Geheimtip-Restaurant von Meltewitz eingenommen und dann ab in die Federn.

Der Morgen begrüsste uns mit fröhlichem Geplätscher, ein netter Landregen wusch alle Spuren der vortäglichen Streckenablaufkarawane davon. Technische Abnahme, Anmeldung, einstündiges Probetraining auf abgespecktem Rundkurs (ich hatte erstmalig die Chance, über die riesige Baggerschaufel zu fahren - ein Dream!!!), Begrüßung und Rennstart fanden unter sanfter Bewässerung statt. Das tat der Stimmung keinen Abbruch. Die Leute dort vor Ort sind alle cool drauf, alles war bestens organisiert und fast jeder hielt sich an die Vorgaben.

Für Patti und Dirk lief es vom Ergebniss her ganz ordentlich, ersterer absolvierte zwei Runden! Dirk hatte nach ca. Dreiviertel der ersten Runde ein einschlagendes Erlebnis mit meinem Haßgewächs (scheixx Birke!) und ramponierte sich die Schulter. Mit zusammengebissenen Zähnen beendete er die Runde, (was schon mit heilen Knochen eine wahnsinns Leistung ist!!) um dann in Höhe unseres Rennzeltes der Vernunft Vorrang gebend aufzuhören und die eine Runde für sich zu verbuchen, auch wenn eine zweite möglich gewesen wäre! (... -> unten rechts auf 'Weiterlesen' klicken -> da gibt's auch noch 'n schickes Video ...)

Bei mir lief es nicht so gut, eine Knieverletzung, welche ich mir ein Wochenende zuvor in Kaltenkirchen nach einem Abflug in einer der Sonderprüfungen zugezogen hatte, bremste mich arg ein. Zusätzlich zu meinen nicht so überragenden Skills und meinem ständig überkochenden Samowar (Lüfterausfall durch Kupferwurm!) vereitelte das mein Vorhaben, endlich mal eine Runde rum zu kommen. Bei ca. Dreiviertel der Strecke gab ich entnervt auf, die letzte 15er Sicherung sollte mich heil ins Fahrerlager bringen. Die handvoll blaue durchgebrannte in meiner Gürteltasche zeugten mal wieder davon, dasfs es nicht gilt, kampflos aufzugeben! Beim nächsten Mal mit heilem Kadaver und (vielleicht besserem) Bike muss das endlich klappen, verdammt! Ich werd ja auch nicht jünger!

Also, wer drauf steht, sich mal so richtig die Kante in geilem Gelände bei einer super Veranstaltung zu geben, der sollte hier an den Start gehen! Wie schon am Anfang gesagt..... Es war ein Fest!!!!!

Es grüsst der Maseck

(Anm.d.R.: Beineahe etwas viel des Lobes für meine einzelne Runde ... ;o)

 

Und zu guter Letzt noch ein paar sehr kurzweilig geschnittene bewegte Eindrücke des ganzen Spektakels:

 

sportlichen Gruß
Dirk

 

date: 

Donnerstag, 5 Oktober, 2017 - 23:00