GSNO beim Endurofest im Erzgebirge rund um Zschopau!

Bild des Benutzers don-r-wetter

Zschopau ist immer wieder eine Reise wert - ob als Fahrer oder "nur" als Zuschauer ...

Für mich war es der dritte Anlauf mit gleicher Zielsetzung: endlich ohne Strafzeit ins Ziel kommen.

 

  • Beim ersten Versuch ging's nur mit Vorstempeln (am Ende zwar in der vorgegebenen Zeit im Ziel aber mit insgesamt 57 Strafpunkten und Platz 52 von 72 als vorletzter Fahrer in Wertung in der E3B) - da waren die Bedingungen allerdings noch etwas härter als in diesem Jahr, weil's noch nasser war (Starker Regen bis kurz vor Rennstart und auch in den Wochen davor kam viel Wasser von oben).
  • Der zweite Anlauf im letzten Jahr war vielversprechend, da top Bedingungen - leider war die Zeit trotzdem zu knapp - da waren's 13 Strafminuten und Platz 41 von 76 in der E3B
  • in diesem Jahr ... -> einfach weiter lesen ...

Vor der TA schwebte ich noch in Ungewissheit, ob ich überhaupt starten darf, da mein nagelneues, frisch ausgepacktes Rücklicht leider nicht funktionierte (aber ein Offroadforen-Kollege hatte wie angekündigt noch sein GasGas-Sportheck mitgebracht, das hätte ich mir dann irgendwie mit Kabelbindern an die Beate gefummelt - danke nochmal) - ich hab's so probiert, und es hat geklappt - wenn der Kommissar seinen Fuß von der Hinterradbremse genommen hatte, habe ich vorn den Hebel gezogen, sodass ihm andauernd das Bremslicht in die Augen geflackert hat - das hat ihn wohl ausreichend irritiert ...

Start war also gebongt - bestens!

Mit dem Wissen ob der Knappheit der Zeit für ZK1 hab' ich's auch gleich ordentlich fliegen lassen - auch auf Straßen und Wegen (auf Wegen und Ackerflächen stand fast immer 'ne dreistellige Zahl auf dem Tacho) was eigentlich nicht so meine Art ist - ich fahr lieber im Gelände schnell und roll auf der Straße mit 70 bis 80 entlang - wie man in Zschopau allerdings die Zeitvorgabe schaffen soll, wenn man überall 70 oder gar 50 km/h fährt, wo's vorgeschrieben ist, ist mir persönlich ein Rätsel ... eigentlich bleiben da nur die Sonderprüfungen, aber da wollen mir einfach keine A-Lizenz-Zeiten gelingen ... Die einzelnen Streckenabschnitte hatte ich mir erstaunlich gut aus den zurückliegenden Teilnahmen gemerkt - so gut wie alle prominenten und weniger prominenten Schlüsselstellen waren identisch zum letzten Jahr. Ich kam entgegen eigener Erwartung diesmal auch tatsächlich am Skihang mal relativ gut klar, was meine Motivation noch erhöhte. Börnichen lief recht gut, womit ich nicht nur das Schlammloch meine, denn dies ist dank der Helfer tatsächlich zu einer realistisch machbaren Herausforderung und keinem Glücksspiel geworden. In Börnichen ist der Scharfrichter eher die gnadenlose Aneinanderreihung von total zerschossenen Rückewegauffahrten mit freigefeilten Steinen und Wurzeln - jeder fahrtechnische Patzer wird sofort mit dem Verlust einer nicht unbedeutenden Menge an eigentlich sparsam einzusetzenden Kraftreserven bestraft.
An DK2, die zwischen (oder besser oben auf) so'ner Felsenauf- und -abfahrt in 'nem Wäldchen auf 'nem Acker lag, hatte ich dann dermaßen harte Unterarme, dass ich in der schmalen Stein-Abfahrt die Kupplung schon wie 'n Harleyfahrer betätigt habe - nämlich mit vier Fingern. Zum Glück kamen danach ein paar entspanntere Kilometer - natürlich trotzdem ohne zu trödeln! An ZK1 angekommen, fiel mein Blick auf die Rennuhr - noch 30 Sek. - na toll - also Tankvorhaben gecancelled und weiter - der Plan "Zero-Penalty" hatte oberste Prio.

Die neue SP an der MX-Strecke bei Amtsberg war echt geil - noch geiler hätte ich sie gefunden, wenn die olle glitschige Crossstrecke nicht mit drin gewesen wäre ...

An ZK2 bei "Trecker-Meier" hatte ich dann ausreichend Minuten zum Tanken, quatschen und trinken, um die Kräfte für den bevorstehenden Weberhang zu bündeln. Mental konnte der mir sowieso nix mehr anhaben, da ich ihn ja schon mehrmals erfolgreich bezwungen hatte. Leider musste ich auf Grund von Staubildung vor der Schlüsselstelle im oberen Teil (der Hühnerleiter) anhalten. Als sich der Fahrer vor mir aber ins Verhängnis stürzte, indem er - wie auch die fünf vor ihm - nach rechts auf die Leiter zusteuerte, ergriff ich die Gelegenheit und fuhr nach links hoch auf die Böschung, über eine fette Wurzel, und kam so von links aus vor den sechs sich schindenden Mitstreitern auf die Leiter und ab da dann auch ohne Probleme weiter. Über die SP3 - Venusberg brauche ich eigentlich nicht viel sagen, außer dass mir der Wiesenteil überhaupt keinen Spaß macht, die Crossstrecke ist o.k. und der Wald und Steinbruch sind geil - die glitschigen, endlosen Modder-Kurven am Anfang und Ende habe ich dann irgendwie abgespult - mich immer mal wieder auf die Grundregeln der Fahrtechnik besinnend, damit es überhaupt einigermaßen kontrolliert und nicht zu Kräfte zehrend wird.
Dann sollte eigentlich nur noch der Teufelsberg und ein paar weitere, nicht extra erwähnenswerte Kilometer zwischen mir und einer straffrei beendeten Runde liegen ... Das stimmte nicht ganz, denn kurz vor Grießbach (Der Getzen-Rodeo Hochburg) bog man nochmal ab und bekam noch eine nette Auffahrt sowie eine Abfahrt mit ordentlichen Steinstufen vorgesetzt - mit Ruhe und Konzentration war das aber kein großes Problem. Danach ging's vor 'nem Bahnübergang nochmal nach rechts - eine noch nettere Auffahrt sowie eine geteilte Abfahrt nach A- und B-Lizenz (A = Felsspalte + steil + eng + holprig + ...). Im ersten Jahr hatte ich mich den A-Teil noch nicht getraut (kannte das Ding nur von den SixDays-Videos) - im letzten Jahr war's kein Problem. Nun war es aber deutlich glitschiger ... egal - das klappt schon ... wer sich in Dudelange 5 Meter in die Tiefe stürzt, sollte hier wohl nicht kneifen. Gesagt, getan, wenngleich der Streckenposten mir durch sein eher ungläubiges und zögerliches zur Seite gehen wohl bedeuten wollte: "Naaaa? Hast Du Dir das auch gut überlegt Jung'? - Du mit Deiner schwarzen Nummer auf weißem Grund!" Jedenfalls hat's auch in diesem Jahr reibungslos (ach 'ne 'n bisschen Reibung war zum Glück vorhanden ... ) hingehauen - zumindest in der ersten Runde (aber später mehr).
Dann am Teufelsberg bin ich zumindest über die erste Schlüsselstelle ohne Probs hinweg gekommen (eine riesig erscheinende recht steile Ansammlung von Steinen und gelb entblößten Wurzeln), konnte dann aber vor lauter gestrandeten Fahrern keine Spur mehr ausmachen und musste Fahrt raus nehmen und anhalten. Neu sortiert ging's dann aber ganz gut bis oben weiter. An der folgenden ZK auf der Hälfte der wohl längsten abfahrt der gesamten Runde hatte ich sogar noch ein paar Minütchen zum quatschen und trinken. Damit waren 50% meines Ziels verwirklicht.

Nun ist es bei 'nem klassischen Endurolauf meist so, dass in der ersten Runde eine B-Zeit veranschlagt wird und in der zweiten eine A-Zeit, was für Zschoope bedeutet, dass man für die Runde nochmal 10 Minuten weniger zur Verfügung hat - man kennt ja nun schließlich die Strecke. Bis ZK1 waren's davon allein 4 min weniger - mir wollte nicht so recht einfallen, wo ich die 240 Sekunden aufholen sollte ... ... und ich musste ja diesmal auch noch tanken, denn im Fahrerlager hatte ich aus strategischen Gründen keinen Kanister deponiert (nähere Erläuterung auf Nachfrage ...).

Ich verschwendete erstmal aber keinen weiteren Gedanken daran, sondern verinnerlichte mir nur nochmal eindringlich, dass ich weiterhin ordentlich am Drehgriff schrauben muss und nirgens rumdödeln durfte, nur weil ich "etwas außer Atem" war.

Es ging also - ob der Tatsache der bisherigen Strafminutenfreiheit - frohen Mutes auf zur Runde 2. Da die Beate nun ja schon warm war, ging's noch etwas flotter zum Skihang als in der ersten Runde. In der SP selbst wollte mir das allerdings nicht gelingen - ob's an der deutlich zerfurchteren Strecke lag ... k.A.
Aber wumpe - es ging weiter. Soweit eigentlich ohne Probs, obwohl sich kurzzeitig Krämpfe in den Oberschenkeln ankündigten, die sich aber nach ein paar Minuten wieder verzogen hatten - die Trink- und vor allem Esspause im Fahrerlager kam wohl gerade noch rechtzeitig (inklusive Powergel für die kurzfristige Auffüllung der Reserven - was dann ja wohl offensichtlich zuverlässig geklappt hat). An DK2 ging's diesmal ohne harte Unterarme ab - die waren ja nun auch mehr als warm - eine kurze Einnahme der Maximalschräglage war aber nicht zu vermeiden - da muss mir irgend 'ne fiese Wurzel unbemerkt vor's Hinterrad gesprungen sein - ich konnte gar nicht so schnell gucken, wie mein Lenkerende den Boden erreichte.

Im Schlammloch bei Börnichen (nicht das große sondern das kleine im Wald danach - in dem schon in der ersten Runde viele festhingen) habe ich dann noch kurz Andreas aus der Klemme geholfen, der in der gleichen Rille vor 'ner Wurzel steckte, die auch mich in Runde 1 einiges an Zeit und vor allem Kraft gekostet hatte. Einige Zeit später hatte er mich dann wieder überholt. Als ich aus den Wäldern raus und mit einem Grinsen wegen des geilen Bergauf-Bachbettes im Steinbruch an ZK1 ankam, stand die Uhr bereits auf +3 min und ich musste noch tanken, was ich in der ersten Runde an dieser Stelle ja weggelassen hatte, denn mein Moped war ja beim Start voll. Diesmal war der zurückliegende Tankstop allerdings der bei "Trecker-Meier" - also gut 40 km zurück (und bis zum nächsten Tanken wahren's weitere 45 km). Gesagt getan: schnell getankt, gewundert, dass Andreas schon wieder weg war (er muss es auf dem letzten Stück ja ordentlich fliegen lassen haben - und ich habe nun wirklich nicht gebummelt ...), und ab durch die ZK. Nun waren's + 5 min (4, um die die Etappenzeit gegenüber R1 gekürzt wurde inklusive Tanken und 1 von der Hilfestellung am Schlammloch). Damit bestätgten sich meine Bedenken, dass man allein durch Kenntnis des Rundenverlaufs aus dem ersten Turn einfach so ein halbes Dutzend Minütchen wird rausfahren können - zumindest nicht ich. Die SP2 verlief ähnlich wie in Runde 1, die Crossstrecke hat wieder genervt, der Wald war genial und an der Steinstufe musste ich diesmal auch nicht den Begrenzer meiner Beate bemühen, um ein Zurückrutschen zu verhindern. Als ich gerade den Hebel umgelegt hatte, um wieder in den Etappenfahrmodus zu kommen, sah ich im Vorbeifliegen Andreas am Waldrand stehen. Auf meine Frage: "Wat isss loooos?" Hat er prompt und mit Achselzucken geantwortet. Leider konnte ich's akustisch nicht richtig verstehen, da ich zu spät gebremst hatte und schon weit an ihm vorbei war - irgendwas mit "....rit...e" - keine Ahnung, was das heißen sollte. Habe nach einer kurzen gedanklichen Anteilnahme dann aber wieder Gas gegeben - ich hatte ja schließlich eine Mission ... achso - Blödsinn, die hatte ich ja schon vergeigt. Nagut - neues Ziel: Nicht mehr als die 5 Strafminuten kassieren! Ich lag dafür ja auch gut in der Zeit, zumal ZK2 ja nicht ganz so eng dimensioniert war und ich dort nun nichtmal mehr tanken musste. An der ZK angelangt, kamen mir schon Steffi und Martin (unsere Helfer-Crew) mit Kanister und Tankmatte entgegen. "Heee - mach' schnell, dann schaffst Du Deine Zeit noch, Du hast nur noch ein paar Sekunden!" Ohne weiter nachzudenken und in freudiger Erwartung "Mesch, geil, ich schaff' meine Zeit noch." habe ich über die Zeitschleife geschoben und promt fiel mir ein, was für eine idiotische Aktion das war, denn ich hatte ja 5 Strafminuten, und die Zeit, die ich gerade einzuhalten geglaubt habe, war jene, die ich ohne Strafzeit hätte haben müssen. "Was für ein blöder Mist ..."
Somit waren's dann 10 Strafminuten. Diese ungeschickte Schmach zu verdauen, hat dann auch etwas gedauert - genaugenommen bis zum Weberhang, denn spätestens dort war ja wieder volle Konzentration gefordert. Schade, dass es hier in der zweiten Runde nur bis zur Hälfte hoch geht, ich hätte zu gern probiert, ob es ohne Stau-Stop vor der Hühnerleiter eventuell in einem Ritt bis nach oben gereicht hätte ... aber die Umfahrungsauffahrt war auch recht spaßig.
Auf der Venusberg-SP bin ich dann auf den Wiesenschleifen schon fast bis zum Eigenhass umhergerollt, denn hier waren noch immer nur an sehr wenigen Stellen und das auch nur ansatzweise trockene Spuren oder kleine Rillen eingefahren, sodass es in den meisten Kurven für mich auch weiterhin eher ein lahmes Rumrutschen, denn ein zügiges Enduro fahren war. Die mittlerweile um einiges eingekürzte Kondition tat ihr Übriges, wenngleich Wald und Steinbruch doch noch recht fluffig von Statten gingen.

Nagut - jetzt "nur" noch die paar "kleinen" Dinger (Steinrinne, Felsspalte und Teufelsberg) ... ... sollte klappen, hab' ja noch genug Zeit.
An der Steinrinne bekam ich dann das erste Mal richtig große Augen, als ich im entscheidenden Moment von Fußbremshebel ab- und deutlich beschleunigend mit gebremstem Vorderrad die Steinstufe runter rutschte. Zum Glück hab' ich den kleinen Hebelauftritt gerade noch rechtzeitig wieder gefunden, sodass es statt eines potenziell kapitalen Abfluges mit Rolle-Vorwärts-Wahrscheinlichkeit nur eine etwas unkonventionelle Spurwahl wurde. Der Beifall der Zuschauer unten hat mich diesmal mental nicht so recht begeistern können, wie in Runde 1 - es war zwar garantiert nicht so gemeint, erschien mir aber wie sensations"geiles" Beklatschen eines "Uuuups die Pannenshow"-Beitrages.

Und als ob das noch nicht genug war, hab' ich den gleichen, beinahe fatalen Fahrfehler gleich nochmal fabriziert und zwar diesmal an 'ner richtig ungünstigen Stelle, nämlich der A-Lizenz-Abfahrt in der Felsspalte. Da wurde ich dann mal so riiichtig schnell ... ... alter Verwalter, meine Glotzkorken haben bestimmt innen an der Brille angestanden - ach nee, die hatte ich ja gar nicht mehr auf. Jedenfalls schoss ich geradezu aus der Felsspalte hervor - es muss von der Seite ausgesehen haben, als schmeckte ich dem Mutterplaneten nicht und er spuckte mich wie einen alten, weichgekauten Kaugummi mit Schmackes aus. Aber auch hier gelang es meinem Rpckenmark reflexartig die rechte Fußspitze sich heben zu lassen und wieder auf den Bremshebel zu packen. So konnte ich meinen nicht mehr ganz zu verhindernden Einschlag am Fuße dieses Mini El-Capitán doch noch ganz gut bremsen und es war dann eher nur ein auf die Seite Rutscher unter einem Raunen des dortigen Publikums.
Mit einem kurzen "Eujeujeu" - hob ich meine glücklicherweise unbeschädigte Beate auf und setzte meine Eil-Reise fort.

Jetzt war wirklich nur noch der Teufelsberg und immer noch genug Zeit übrig - zumindest, wenn ich mich dort nicht allzu glatt anstelle. Ich kam - trotz eines mächtig viel Schwung aufbrauchenden Schlenkers im unteren Drittel - recht gut und weit nach oben, wo mir dann ein Stein recht plötzlich das Moped unter dem Kadaver weg riss. Bevor ich auch nur damit beginnen konnte, hatten es zwei Helfer wieder aufgerichtet und ich konnte wieder aufsatteln. Nach kurzer Verschnaufpause ging's also weiter - jetzt halt im Sitzen und traktionierend in leichten Serpentinen nach oben. Dann wieder plötzlich stop in einer blöd gewählten Rille mit lauter losen Steinen - nur noch feilendes Hinterrad und kein Vorankommen mehr möglich. Dann rutschte ich auch noch rückwärts - nach wenigen Metern hat aber wieder ein Streckenposten beherzt zu und in mein Vorderrad gepackt. Er hat dann die größten der Geröllbrocken aus der Spur befördert und mich zum weiterfahren motiviert. Da hätte er aber mal lieber meine Kondition direkt angesprochen, denn ich war mental wohl auf - allein die Kondi fehlte (also das Ding mit dem willigen Geist und dem schlappen Fleisch - kennt ihr ja ). Als ich gerade los startete, entlud sich allerdings eine Fontäne "lecker" riechenden Kühlwassers genau in mein Blickfeld und ich konnte eigentlich nur noch was sehen, wenn ich mich umdrehte. Nun fährt es sich so den Teufelsberg (und nicht nur diesen) nicht gerade erfolgversprechend hoch ... also ging meine Verschnaufpause noch ein, zwei Minuten länger. Dann flutschte es aber nun endlich bis oben. An der DK habe ich mich dann an den leckeren Glühweingeruch erinnert, der mir schon in der ersten Runde in die Nase stieg und von den netten Mädels auch tatsächlich einen schönen Schluck bekommen - Zeit war ja noch ... dann die Abfahrt runter zur Zk und noch die letzten Minuten verquatschen.
Hab' dann dort 'nem Mitstreiter erzählt, dass ich an ZK2 'nen blöden Fehler begangen hatte und zu früh durch die Zählstelle bin, worauf er mir dann eröffnete, dass ich diese Zeit dann auch hier hätte früher stempeln müssen, also eigentlich wieder genau zu meiner Originalzeit. "Ach du sch..., stimmt ja - man kann sich ja nicht einfach längere Etappenzeiten basteln, indem man an 'ner langen ZK vorstempelt ...". Er meinte dann, wenn wir noch weiter quasseln, dann wäre gleich noch 'ne Minute futsch. Ich hab' also schnell über die Kabel geschoben und die letzten Kilometer abgespult, um am Ende mit 16 Strafminuten dazustehen - noch mehr als im letzten Jahr.

Das (und natürlich der eigene Antrieb) verflichtet mich damit geradezu, auch im nächsten Jahr wieder an den Start zu rollen, denn ich habe nun mittlerweile zum dritten Mal mein Ziel der Strafminutenabstinenz nicht erreicht ... ... Endresultat war Platz 29. in Klasse E3B. (Hier die Ergebnisse aller Klassen - sowie die Resultate der Klasse E3B.)

Aber irgendwie ist's auch halb so wild, denn es war auch in diesem Jahr wieder ein Enduro-Fest, welches einem beim Gedanken daran noch lange ein Grinsen ins Gesicht zu zaubern vermag.

 

P.S.: Zwar schöne für Zschopau - aber leider stehen die Zeichen derzeit so, als ob es dort im nächsten Jahr wieder eine Enduro-WM geben wird. Die Hoffnung stirbt zwar zuletzt, dass wir irgendwie mit 'ner B-Lizenz wieder als Gaststarter teilnehmen können, aber die Wahrscheinlichkeit ist wohl nicht recht hoch. Schön wär's, wenn es so klappt, wie es in zwei Wochen in Woltersdorf geht, wo wir in der Klasse E3B zu Gast bei der Enduro Europameisterschaft sind. die Vorfreude steigt.