Drapak-Rodeo - ein nicht mehr so geheimer Geheimtipp!

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Am späten Mittwochabend ging's nach  der Arbeit und recht stressbehaftetem Ein- und Aufladen (damit es nicht ganz so spät wird) in Richtung German-Hauptstadt. Ankunft war trotzdem erst gegen 23:30 Uhr. Frank hatte aufgrund akutem Arbeitsstress nicht mehr geschafft, das Gartenhäuschen für unsere Beaten als Unterstand herzurichten, also wurde kurzerhand das neue Wohnzimmer zur Garage umfunktioniert ... :o)

Die Anreise am nächsten Tag (also gestern - Donnerstag) in der Früh über die polnische Autobahn von Cottbus aus in Richtung Breslau gestaltete sich im wahrsten Sinne des Wortes recht holprig - 70 km mit maximal 70 km/h kennt man halt höchstens noch von der längsten Treppe der Welt, der Autobahn zwischen Berlin und Dresden zu tiefsten DDR-Zeiten. Zum Glück war nicht die gesamte Strecke so. Gegen 14:00 Uhr sind wir dann endlich im Kampfgebiet eingetroffen und hatten auch gleich einen guten Platz für eine Pinkelpause ausgesucht, denn Absperrband wies uns von der Straße aus den Weg zum Checkpoint 5 der geplanten Strecke des ersten Fahrtages am Samstag - ein geil gelegener Steinbruch mit See ...

... und bei dem schicken Wetter ein super Platz für ein Willkommens-Pils. :o)

Dann gings ab zum Treffpunkt mit dem Vermieter unserer Unterkunft - ein recht uriges Häuschen mit Terrasse, Stahl-Kaminofen und allem, was man so braucht - bestens - da sind gemütliche Abende sicher ... was wir nach dem ersten Besichtigen der Prologstrecke dann mit Grill und (dreimal darf geraten werden ...) Pils in die Tat umsetzten. :o)

Der Abend wurde dann noch etwas länger als geplant, da unser Mitstreiter, Mitbewohner und Wohnstättenorganisator Markus erst recht spät anreiste inklusive einer ausgedehnten Odyssey durch Trutnov.

Am Freitag (also heute) sollte es dann am Skihang in Petríkovice auf die 12 km lange Prologstrecke gehen. Nach erfolgreicher Anmeldung und technischer Abnahme (das geht hier tatsächlich ganz ohne Moped :o) haben wir dann die Besichtigung der am Vortag noch nicht abgebänderten Streckenteile in Start- Skilift- und Pistenbullynähe nachgeholt ...

... und dann unsere Mobbeds mit Startnummernkleben in den finalen Rennzustand gebracht.

Die Prologstrecke war zeimlich sonderprüfungsähnlich abgesteckt - mit einigen etwas kniffligeren Passagen aber im Wesentlichen flüssig bis ziehmlich schnell über Wiesen und Singletrails ...

Einige Male musste man wegen der Staubeintwicklung auch etwas zurückstecken. Das war aber nicht das Problem - jedenfalls lange nicht in der Größenordnung wie die mäßig bis furchtbar harten Unterarme - wir hoffen, dass wir damit dann morgen am ersten Fahrtag keine Probleme mehr haben werden.

Nach getaner "Arbeit" ging's - in unserer Lagerstätte angekommen - wieder zum gemütlichen Teil des Tages über ...

... in freudiger Erwartung auf den morgigen Samstag - es wird ein Spaß werden - ein paar kleine Streckenteile konnten wir heute schon mal begutachten ...

... hoffentlich sind wir morgen starttechnisch im ersten Drittel unterwegs, sonst wird's wohl arge Probleme mit Staus geben. Darüber entscheidet allerdings unsere heutige Prologplatzierung, die wir leider noch nicht in Erfahrung bringen konnten, da die Ergebnisse etwas spät ausgehängt wurden - und extra nochmal 10 km Auto fahren wollten wir auch nicht, dafür war's einfach zu gemütlich auf der Sonnenterasse (siehe Foto oben :o) - im Netz haben wir auch noch nix über die Ranglisten gefunden.

Die Mopeten, genau wie wir sind jedenfalls bereit für den mehrstündigen morgigen Einsatz in den Wäldern nahe der Schneekoppe.

Aber jetzt erst mal ausschlafen - morgen dann mehr ...

Ergebnis Prolog und Tag 1

Als wir gestern (Samstag) früh ins Veranstaltungszelt kamen, konnten wir uns endlich vergewissern, ob wir unser "heimliches" Ziel erreicht hatten, nämlich beim Prolog ins erste Viertel des Fahrerfeldes zu fahren, um den drohenden Staus im Wald am Folgetag weitestgehend und quasi nach vorn zu entkommen - und es hat geklappt ... Bei mir war's Platz 22 und bei Frank leider nur ein aber immer noch guter 40. Er hat sich mächtig über seine Unterarme geärgert, die ihm, hart wie ein Puck, am letzten Hinternis (drei Baumstämme in einer Auffahrt) mächtig in die Suppe spuckten und zwei mal in die maximale Schräglage zwangen. Bei mir waren die Arme zwar auch dick, aber haben sich zum Glück erst im Ziel so richtig reingezogen.

Resultate-Prolog

Es konnte dann gestern also los gehen ... :o)

Wir starteten nach der Expertklasse um kurz nach 12°° Uhr, gemäß unserer Prolog-Platzierung, Frank also 5 min. nach mir, da alle 15 s ein Fahrer auf die Strecke geschickt wurde.

Einzelheiten vom Rennen:

Es war ein unglaublicher Spaß, quasi eine geführte Tour durchs Riesengebirge ohne Guide. Bei mir lief's insgesamt gesehen recht gut (ein paar kleine und vielleicht auch weniger kleine Problemchen hatte wohl fast jeder zu verzeichnen) - ich konnte mich noch ein paar weitere Plätze nach vorn kämpfen und gehe heute an 16. Position ins Rennen.

(Klick auf's Bild führt zum Gesichtsbuch-Album von S.b.foto)

Dass sich unsere Gesamtfahrzeiten nach dieser Runde und in dem Gelände um nur 3 Sekunden unterschieden, haben wir auch erst geglaubt, als wir nochmal überprüft hatten, ob wir nicht in der Zeile verrutscht sind. Frank liegt also auf Rang 17 mit drei Wimpernschlägen Abstand. Leider bedarf es noch der Durchsetzung dieses Ergebnisses heute früh im Rennbüro, denn der völlig emotionsbefreite Herr, der im Ziel die Checkpoint-Kabelbinder zählte, kann offenbar nicht zuverlässig bis 8 zählen und versteht ebenso wenig den Inhalt der Frage "O.k.?" - Frank hatte deshalb eine Strafstunde aufgebrummt bekommen, obwohl er alle Durchfahrtsnachweise vollzählig am Moped hatte. Da an den CPs aber Listen geschrieben wurden, sollte das wahre Ergebnis leicht zu ermitteln und korrigieren sein. Ich hoffe, es gibt von Seiten des Veranstalters auch die nötige Einsicht und Handlungsbereitschaft, die Änderung vorzunehmen.

(Klick auf's Bild führt zum Gesichtsbuch-Album von jotastudio.pl)

Nachher - nach einem ordentlichen Frühstück, was bereits auf dem Tisch steht (Sonntag 06:45) - geht's dann wieder an den Skihang. Wir müssen uns überraschen lassen, was uns heute erwartet, denn es hat über Nacht geregnet und welche Strecke wir fahren müssen, haben wir noch nicht erfahren - aber das wird sich dann ja zeigen ... Der Regen war auch nicht so üppig, sodass es eigentlich nur den Staub gebunden haben dürfte.

Wir sind frohen Mutes und schauen mal, was der Tag so bringt ...

Ergebnis Tag 2 und Gesamt

Ein Renntag wie eine Ausfahrt am Sonntagvormittag zu Hause nur eben im obergenialen Gelände der tschechischen Wälder und mit Zeitwertung.

(Klick auf's Bild führt zur Inhaberseite Motodenik.cz)

Wir sind, nachdem wir ja quasi direkt hintereinander starten durften, bis zu meiner ungünstigen Spurwahl ziemlich zum Ende der Tagesetappe, im Parallelflug durchs Riesengebirge gebrannt - es war ein echter Spaß, auch wenn die Runde gegenüber Tag 1 nochmal ordentlich eingekürzt wurde - leider um einige sehr schöne Waldpassagen ... aber egel, es war eine wirklich super Veranstaltung und trotzdem noch viel Gelände übrig.

Mit unserem Resultat sind wir jedenfalls sehr zufrieden, denn Frank schaffte es nach seinem 17. Rang am ersten sowie fabelhaften 6. am zweiten Fahrtag auf einen gesamt 11. Platz von den 200 gestarteten Fahrern der Klasse B. Nachdem uns an Fahrtag eins lediglich 3 Sekunden trennten, kam ich an Tag 2 etwa anderthalb Minuten nach ihm wieder im Skiareal an, da die oben angesprochene falsche Entscheidung bei der Wahl der geeigneten Stelle für die Bachausfahrt eine anstrengende Bergeaktion nach sich zog (inklusive Mopedaufrichten hangaufwärts), was nach dem 16. Platz vom Vortag dann Platz 11 bedeutete und mich in der Gesamtwertung auf den 13. Platz verwies.

 

Resultate gesamt (im PDF runter scrollen)